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Label Rouge Geflügeltradition seit 40 Jahren |
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Qualitätspolitik steht im Mittelpunkt Frankreich - ein Land das für kulinarische Vielfalt und höchste Qualität steht. Wer das Besondere liebt, findet in allen Regionen Frankreichs eine passende Spezialität. Denn wahre Genießer achten auf Geschmack und Qualität. Auch im Geflügelbereich betreibt Frankreich seit fast 40 Jahren eine konsequente Qualitätspolitik. Durch die Einführung des Label Rouge-Gütesiegels und seinen notwendigen Kontrollmechanismen bieten unsere europäischen Nachbarn hochwertiges Geflügelfleisch an, bei dessen Erzeugung die Tradition im Mittelpunkt steht. Label Rouge ist das französische Gütesiegel für Geflügel aus bäuerlicher Aufzucht und überzeugt jeden Verbraucher hinsichtlich seiner Qualität und Erzeugung. Gefördert und unterstützt durch die französischen Ministerien für Wirtschaft und Landwirtschaft wird es für Hähnchen, Puten, Enten, Gänse und sogenannte "Nischengeflügelrassen" wie Perlhühner, Wachteln und Kapaune vergeben. Die traditionelle Geflügelhaltung in übersichtlichen Tierbeständen mit Freilauf und Getreidefütterung steht im Mittelpunkt des Richtlinienkatalogs für Label Rouge-Geflügel aus bäuerlicher Aufzucht. Das Geflügel wird unter den strengen Kriterien eines spezifischen Lastenheftes gehalten, geschlachtet und verarbeitet. Seit 1960 wurden die Regeln für die Produktion von Label Rouge-Geflügel von kleinen bäuerlichen Betrieben erarbeitet, die die besondere Qualität ihrer Produkte absichern wollten. Das Gütesiegel wird ohne zeitliche Begrenzung vergeben, kann aber bei ungenügender Qualität oder Abweichungen vom Lastenheft jederzeit von den Behörden entzogen werden. Die Richtlinien der Lastenhefte werden kontinuierlich an die Wünsche der Verbraucher sowie an die sich weiterentwickelnde Technologie und Erfordernisse des Marktes angeglichen.
Nur ausgewählte Rassen kommen in Frage Als genetische Grundlage dienen ausgesuchte Geflügelrassen ländlicher Herkunft. Eines der wichtigsten Merkmale der Ausgangsrassen ist langsames aber kontinuierliches Wachstum. Denn nur mit genügend Zeit und einer extensiven Mast, kann sich die Fleischqualität von Label Rouge optimal entfalten.
Label Rouge entspricht artgerechter Haltung Label Rouge-Geflügel wird artgerecht auf kleinen Bauernhöfen gehalten. Die Tiere leben in luftigen Stallungen mit reichlich Tageslicht. Ihnen steht doppelt soviel Stallfläche zur Verfügung wie ihren unter herkömmlichen Bedingungen gemästeten Artgenossen. Die robuste Konstitution der traditionellen Rassen erlaubt die Haltung im Freien. Beim Auslauf kann das Federvieh seine natürlichen Verhaltensweisen wie Picken, Scharren und Sandbaden nach Herzenslust ausleben, fühlt sich viel wohler und ist gesünder. Außerdem ergänzt das Geflügel seinen Speisezettel beim Freilauf nach Belieben mit Gras, Kräutern und Insekten. Die tägliche Bewegung hat einen positiven Einfluss auf die Fleischqualität. Die Laufmuskulatur wird wie bei Sportlern trainiert und gefestigt, so dass die Hähnchen viel mehr Fleisch und sehr viel weniger Fett ansetzen. Das Fleisch ist also ausgesprochen mager. Die französischen Geflügelhalter unterscheiden zwei verschiedene Freilandhaltungssysteme. Bei der bäuerlichen Freilandhaltung bewegen sich die Tiere ohne zeitliche Einschränkung auf großen kräuterreichen Wiesen mit viel Schatten. Außerdem können sie sich bei Bedarf im Stall aufhalten. Die bäuerliche Auslaufhaltung stellt jedem Tier zusätzlich zu seinem Stallplatz eine Außenfläche von jeweils zwei Quadratmetern zur Verfügung. Ins Freie dürfen Hähnchen ab der sechsten, die empfindlicheren Puten erst ab der siebten Lebenswoche.
Nur hochwertiges Futter wird verwendet Die Futterrationen sind an die Bedürfnisse des Geflügels in den einzelnen Lebensabschnitten angepasst. Die Tierhalter greifen bei der Zusammenstellung überwiegend auf selbst produziertes Getreide zurück, das einen Anteil von 75 Prozent in der Mischung ausmacht. Die restliche Menge besteht aus pflanzlichem Eiweiß, lebensnotwendigen Vitaminen und Mineralstoffen. Durch die Gabe von Mais erhalten Haut und Fleisch des Geflügels eine schöne gelbe Farbe (Maishähnchen). Weder Tiermehl noch Antibiotika werden verwendet. Die französischen Label Rouge-Geflügelzüchter lehnen diese Zusatzstoffe ab, denn langsames Wachstum ist eine der fünf Produktionsrichtlinien.
Langsame Aufzucht bringt zartes Fleisch "Gut Ding will Weile haben." Dieses Sprichwort gilt auch für Label Rouge-Geflügel. Die Aufzuchtdauer ist nämlich ebenfalls in den Richtlinien für die Erzeugung festgelegt. Das Geflügel mit dem roten Signet darf doppelt solange heranwachsen wie Federvieh, das unter den üblichen Bedingungen gezüchtet wird. So erhält das Fleisch eine feste und gleichzeitig zarte Struktur. Der volle Geschmack kann sich in aller Ruhe entfalten. |
Das französische Gütesiegel
Hähnchen
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